KÜSCH

KünstlerInnen an Schulen

Der Beginn

Im Kulturhautpstadtjahr 2009 wurden an 90 Schulen jeden Schultyps in Oberösterreich unter dem Titel I LIKE TO MOVE IT MOVE IT Theaterkunstprojekte durchgeführt.
Lokale, regionale und internationale TheaterkünstlerInnen wurden von Linz09 eingeladen, um in Partnerschaft mit den LehrerInnen und den SchülerInnen prozessorientierte Projekte zu entwickeln.
Die KünstlerInnenteams betreuten zeitgleich mindestens zwei verschiedene Schulen. Sie arbeiteten in jeder Schule 8 Wochen lang während des Regelunterrichts mit einer Klasse zusammen. Die dabei zu entwickelnden Konzepte kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Darstellenden Kunst und umfassten Sprech-, Tanz-, Figuren-, Musik- und Schattentheater.
Gemeinsam mit LehrerInnen, DirektorInnen und KünstlerInnen wurden die Bedingungen, die dieses Projekt ausmachen in einem Reflexionsprozess neu definiert und in Form von 10 Dogmen (dogma 09) zusammengefasst.

Die Philosophie
Die künstlerische Intervention will sich, fernab von theaterpädagogischer Arbeit, den Problemen der SchülerInnen auf unschulische Art und Weise nähern. Durch das prozessorientierte Agieren der KünstlerInnen in ihrer Auseinandersetzung mit den SchülerInnen soll erreicht werden, dass im Anschluss an das Projekt SchülerInnen und LehrerInnen sich selbst und Schule neu wahrnehmen. Der sonst oft frontale Unterricht wird aufgebrochen und damit für alle Beteiligten die Möglichkeit geboten, selbst aktiv mitzugestalten und an einem kreativen Prozess zu partizipieren. Kommunikation und Dialog stehen dabei im Vordergrund. Ein Gewinn an Toleranz, Team- und Improvisationsfähigkeit und Flexibilität ist für Jugendliche auch im Hinblick auf die zu erwartenden Anforderungen im Berufsleben ein großer Vorteil.
Das Projekt ist darüber hinaus inspiriert von drei wesentlichen Ideen:
Von der Idee der Bewegung und der Körperlichkeit, von der Idee der Irritation und der Aufmerksamkeit sowie von der Idee eines ergebnisoffenen Handelns mit ungewöhnlichem Ausgang.

Das Projekt
Im Schuljahr 2010/11 wurden die wesentlichen Grundzügen von I LIKE TO MOVE IT MOVE IT übernommen und an zwei Schulen durchgeführt. Zu Beginn des Schuljahres wurde Kontakt zu diesen beiden Schulen aufgenommen. In einem ersten Gespräch wurde abgeklärt, in welchem schulorganisatorischen Kontext sich diese Schulen auf ein Projekt, das über mehrere Wochen laufen wird, einlassen können und welches Neuland dabei beschritten wird.
In Anlehnung an I LIKE TO MOVE IT MOVE IT und das Manifest "dogma 09 - für zeitgenössische Theater-Kunst-Projekte an Schulen" arbeiteten zwei KünstlerInnen im Team über einen Zeitraum von 8 Wochen an diesen beiden Schulen.
Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die künstlerische Intervention über einen längeren Zeitraum eine besondere Verankerung im Schulleben notwendig macht. Darum wurde bei der Durchführung der Projekte ein besonderes Augenmerk auf die Beteiligung des Lehrkörpers gelegt.

Die KünstlerInnen
Silke Grabinger (Performerin) 
Gregor Graf (Bildender Künstler)
Assistenz
Magdalena Schlesinger

Die Schulen
NMS Musik-Hauptschule Harbach
Handelsakademie Traun

Das Projekt wurde in beiden Schulen im Frühjahr 2011 durchgeführt.

Das Schuljahr 2011/12
Im laufenden Schuljahr erarbeiten KünstlerInnen an fünf verschiedenen Schulen unterschiedlicher Schultypen in Linz und Oberösterreich mit SchülerInnen Performances. Grundelement aller Projekte bildet neben einer intensiven Vorbereitungsphase die eigentliche Projektwoche, die ausschließlich der Theaterarbeit gewidmet ist und in der kein Regelunterricht stattfindet. 

Die KünstlerInnen und die Schulen
Harald Bodingbauer / Dorfhalleschule Linz 
Silke Grabinger und Maja Franke / BAKIP Steyr
Ruth Humer und Manfredi Siragusa / HS 1 Traun
Alenka Maly und Katharina Kain / BRG Hamerlingstraße Linz
Andrea Schnitt und Sebastian Neumüller / HS 23 Linz-Ebelsberg

Die Aufführungen 
Dorfhalleschule: 11. Mai, 10.00 Uhr in der Schule
BAKIP Steyr: 30 April, 19.00 Uhr im Casino Steyr

 



 

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